Automatische Programme an Schneidemaschinen

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    • Automatische Programme an Schneidemaschinen

      Meine heutiges Thema richtet sich an die Leute, die hauptsächlich, oder auch nur gelegentlich, am Planschneider arbeiten.

      Bei uns im Betrieb haben wir einen Planschneider von Polar mit kompletter Peripherie (ED137 Aututotrim) und eine ältere Wohlenberg Maschine. (keine Ahnung was die für eine genaue Bezeichnung hat)

      Beide Maschinen haben Funktionen um ein automatisches Schneidprogramm zu generieren. Glaube bei Polar heißt das ganze „Formatprogramm“. Kann mich aber täuschen, da ich das eigentlich nie benutze. Müsste mich auch ehrlich gesagt wieder da hinein steigern, wenn ich damit ein Programm erstellen wollte.

      Nun meine Frage: Arbeitet jemand wirklich mit den Dingern? Ich würde fast behaupten, das ich ohne das Formatprogramm, zumindest bei Standardprogrammen, schneller bin, wenn ich auf die konventionelle Art programmiere.

      Also: Wie programmiert ihr? Was haltet ihr von den „Formatprogrammen“?
    • Hy,
      ich schau dann mal dem Schneidermeister über die Schulter.
      Und die haben Ihre festen Programme.
      Bin dann auch am Rütteltisch, meist zum aushelfen, wenn der "Rüttelmann" nicht da ist.
      Es werden da auch immer die gleichen Maße geschnitten.
      Machen dort nur Etiketten, die dann gebündelt und eingeschweißt werden.
      Was und wie oben bei den Druckern geschnitten wird....keine Ahnung.
      In der alten Firma hatten wir auch die Polar und nur mit Formatprogramm gearbeitet.
    • Hi!
      Wenn wir bei uns viel zu schneiden haben bin ich auch öfters an unserer Polar, aber wir haben noch ne alte Dame von Baujahr 82!!! und dort gab es zumindest bei der Schneidmaschine mal kein Formatprogramm!

      Aber vielleicht kann ich in zwei oder drei Wochen mehr sagen da bekommen wir unsere neue Schneidmaschine!Mit allem pipapo!

      Lg
    • Formatprogramm ist schon ne feine Sache, wenn man es beherrscht :thumbsup:

      Mittlerweile ist bei uns alles so fest standartisiert, das für fast alles ein Programm im Speicher ist, wo man max. die
      ersten beiden Schnitte minimal ändern muss. Das geht schneller als für jeden 4-Seiter neu zu programmieren.
      "Ein schlechter Buchbinder kann noch immer Drucker werden"
    • Ist ja schon etwas länger her,aber ich habe es erst jetzt entdeckt.
      Bubi-TS: du meinst den messerautomat,denke ich.
      Hab damit schon Leute zu tode erschreckt,weil die das überhaupt nicht kannten.
      Und die mußten dann nach mir weiterschneiden.
      Format-Programm macht sinn,wenn man zwischen den Nutzen immer den gleichen Zwischenschnitt hat.
      Sonst wird es leich "friemelig".
      Am besten gefällt mir der Autotrim-Tisch. ( aber nur mit Spanentsorgung über Absaugung oder Förderband).
      Ich habe mich über die Jahre richtig angefreundet mit " meiner" ED.
      Aber ich vermisse Funktionen wie Drehsattel und Niederhalter am Sattel.
      Da wurde am falschen Ende gespart ( in unserem Haus ).
    • Also ganz ehrlich: Formatprogramm ist doch irgendwie letztes Jahrhundert
      Compucut ist das aktuell beste und schnellste auf dem Markt.
      Die Schneiddaten werden entweder(in unserem Hause jedenfalls) direkt vom Satz oder vom Sacharbeiter an einen Rechner, welcher an der Maschine
      angebaut ist geschickt. Man muß die Daten, wie im Video zu sehen nur noch an den Planschneider übertragen - und ab gehts.
      Einrichtezeit für z.B. 54 Nutzen in sechs verschiedenen Größen gerademal 1,5 Minuten!
      Und im Fall der Fälle kann man die Bogenaufnahme auch manuell machen-dauert nur unwesentlich länger.
      Vorteil gegenüber Formatprogramm ist ganz klar der Zeitvorsprung aber auch: Verschiedene Rausschnitte und Nutzengrößen alles ist möglich.

      Besondere Computerkenntnisse sind dabei nicht erforderlich.



      youtube.com/watch?v=8DhEYNMcPx8
    • Mag ja alles schön und gut sein, aber diese Schneidemaschinen kosten eine Stange Geld. Wir als kleiner Familienbetrieb können uns nicht aller 3 Jahre eine Neue kaufen... Ich mache alle Einstellungen manuell und bin trotzdem schnell genug mit meiner Arbeit fertig. ;) Natürlich benutze ich ich auch die Formatprogramme, aber Korrekturen müssen trotzdem hin und wieder vorgenommen werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Blockleim ()

    • Es gab doch schon vor Jahren diese „Speicherkarten“ wo die Vorstufe (oder wer auch immer) die Schneidprogramme abspeichern konnte, und der Papierschneider nur noch das Programm von der Karte aufrufen musste. Wie gesagt, das hatten wir schon vor Jahren an unserer „ollen Wohlenberg“. Die Geschichte ist also nicht ganz neu. Nur das eben heutzutage alles vernetzt sein muss. Ich persönlich bin da nicht zwingend ein Fan von, da der Papierschneider an der Maschine, in meinen Augen, immer noch das größere Knowhow besitzen sollte.

      Die Entwicklung, und das finde ich wirklich traurig, geht ja dahin das man wirklich den dümmsten Vollpfosten an die Maschine stellen kann, weil einem die ganze „Denkarbeit“ schon vorher abgenommen wird. Naja, dem Arbeitgeber freut es….(Die Gründe, denke ich, muss ich nicht erwähnen)
    • Wir haben gerade eine "neue gbrauchte" Wohlenberg cut tec bekommen, mit dem Automatischen Schneideprogramm
      komme ich noch garnicht klar, wobei ich denke das es eine Übungssache ist. Wenn es im Januar, wie immer was ruhiger
      ist, werd ich mich damit mal intensiver beschäftigen.

      ...geht ja dahin das man wirklich den dümmsten Vollpfosten an die Maschine stellen kann...
      Aber das ist ja nicht nur an der Schneidemaschine so, auch bei Falzmaschinen geht doch der Trend dahin.
      Das erinnert mich an ein Gespräch auf der letzen Drupa, wo mir ein Hersteller erzählte wie man sich die Zukunft vorstellt, im Grunde eine Firma voller Hilfen, ein paar Fachkräfte wenn es denn doch mal zu einem Problem kommt, der Rest wird über eine Leitzentrale gesteuert.
      Rettet den Wald, esst mehr Bieber!
    • Blockleim schrieb:

      In einigen großen Druckereien wird diese Automatisierung schon angewendet. Hilfskräfte von Personaldienstleistern, eine Hand voll Fachkräfte und der Rest läuft über einen Großrechner. Aber echte Handarbeit gerade was Buchbinder sonst so machen können, ist nicht automationsfähig.


      Klar ist es so. Das weiß ich auch.Ob es allerdings richtig ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Bei diesem Thema bin ich manchmal recht naiv, oder ein Träumer. Man mag es ausdrücken wie man will. Im Endeffekt will man doch nur teure Arbeiter gegen billige eintauschen. Aber wie gesagt ich weiß sehr wohl, dass es wirtschaftlicher ist.
    • Hallo Cosa,
      Kannst Du mit einer Hand tippen oder schläft dei Töchterchen schon?
      Das die Zeitarbeiter und oder Billig-Helfer im Endeffekt wirtschaftlicher sind bezweifle ich.

      Ich bin immer noch der Meinung, daß ausgebildetes Personal sei es der Meister, der Geselle der Azubi oder der Fach-Helfer in Sachen Qualität, Quantität und Engagement die wirtschaftlichere Konstelation auf längere Sicht ist!!
    • Die Falzmaschine schrieb:

      Kannst Du mit einer Hand tippen oder schläft dei Töchterchen schon?

      Hallo Falzmaschine, schön das du hier wieder aktiv einsteigst. Ja, meine Tochter schläft(noch) Ich befürchte nicht mehr lange. :D

      Zum Thema: Ja, du hast wahrscheinlich recht. Dazu unser Dozent in Betriebswirtschaft: „Wenn du kosten einsparen willst, fang bei den Personalkosten an“.
    • Diese Art von Kosteneinsparung wird uns alle noch mal das Genick brechen. Geiz ist dann nicht mehr Geil wenn keiner die Produkte kaufen kann, die da mit billigen Arbeitskräften produziert und teuer verkauft werden. Schaut euch doch mal um! Beispiel Auto: Noch gibt es in Deutschland genug Anbieter von preiswerten Automobilen. Deutsche Autos kauft schon lange nicht mehr der kleine Mann...
    • Mal ehrlich.......es kommt ja auch auf die Produkte an, die man druckt bzw. verarbeitet. Gerade bei qualitativ hochwertigen Produkten ist gutes Fachpersonal unersätzlich in der ganzen Produktionskette. Nun gibt es aber auch 08/15-Aufträge wie Blocks oder Telefonbücher, da lasse ich auch schon mal ne Hilfskraft falzen oder schneiden, wovon wir bei uns allerdings nicht viele beschäftigen. 90% sind Facharbeiter und das soll auch so bleiben.

      Zu den Personalkosten........Leute auf die Strasse zu setzen oder gegen billigere zu tauschen ist immer unschön, allerdings auch eines der einfachsten Mittel, sein Betriebsergebnis schnell zu verbessern und dem ruinösen Preisverfall entgegenzuwirken. Billig produzieren und teuer verkaufen? Naja, die Druckereien und Buchbindereien machen sich doch gegenseitig das Leben schwer in dem sie die Preisspirale immer weiter runterdrehen, da ist nicht mehr viel mit "teuer verkaufen". Von 100 Kunden bringen doch meistens nur 10 die Kohle, 80 bringen +/- null und der Rest macht häufig minus, weil es Prestige-Kunden für die Referenzliste oder weil es ewige Stammkunden sind.

      Okay.....zum Thema aut. programmieren der Schneidemaschinen: Hat schon jemand ne Polar am Workflow angeschlossen mit Compucut? Falls ja, an was für einen Workflow? z.B. AGFA, Prinect oder Hiflex-MIS?
      Bei uns wird das 2012 ein Thema, über Infos wäre ich sehr dankbar.
      "Ein schlechter Buchbinder kann noch immer Drucker werden"