Wachsen des Inhaltes von Offset-Rollenpapier bei klebegebundenen oder drahtgehefteten Produkten

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    • Wachsen des Inhaltes von Offset-Rollenpapier bei klebegebundenen oder drahtgehefteten Produkten

      Wir haben schon seit längerer Zeit das Problem das wenn wir klebe - oder auch drahtgeheftete Produkte verarbeiten sie nach ca. einer Stunde nach dem Beschneiden nach vorn heraus um bis zu 1,5 mm wachsen. Es betrifft auch nicht nur eine Papiersorte sondern zieht sich mehr oder weniger durch unsere gesamte Produktpalette.In den Rollenrotationen kommt ein "Eltex Rückenbefeuchtungssystem" zum Einsatz welches ein Aufbauschen des Falzes im letzten Bruch vermeidet.Falsche Lagerung möchte ich mal ausschliessen,unsere Luftfeuchtigkeit ist eigentlich konstant.Es ist auch egal ob die Bogen bei uns 10 Stunden oder mehrere Tage im Hochregallager stehen,das Papier wächst einfach nach dem Beschneiden! Sind euch auch diese Probleme bekannt und habt ihr geeignete Massnahmen unternommen um des "Wachsens" Herr zu werden.... Weswegen ich schreibe,angestachelt von unserem Problem schaue ich mir natürlich einige Hefte im Supermarkt an und bei einigen Heften sehe ich kein Wachsen des Inhaltes und ich frage mich warum.....übrigens ein neu hinzugekommender "Neukunde" hatte eben diesen Grund reklamiert und den monatlichen Auftrag von ca.150000 Heften storniert unter dem Hinweis das es grafische Betriebe gibt in dem es nicht vorkommt das der Inhalt wächst.
    • Fehlende Feuchtigkeit!

      Dieses Problem der auswachsenden Falzlagen besteht in erster Linie an der fehlenden Feuchtigkeit im Bogen.
      Es gibt Druckereien die sich ( aus Qualitätsgründen) die Investition einer Wiederbefeuchtung (Eltex) in der Druckmaschine leisten.

      Die Feuchtigkeit wird dem Papier im Trockenofen vor den Falzagregaten entzogen und dadurch schrumpft der Bogen, nun muß sich die Feuchtigkeit im gefalzten Zustand mühselig durch alle Seiten wieder ins Papier zurückziehen, was im Palettenverbund nur schlecht vorangeht.
      Dies geht sogar soweit, dass die Feuchtigkeit im Fuß der Lagen (offene Seiten) schneller einzieht als im Rest der Falzlage dadurch entsteht eine
      Wellenbildung zum Kopf hin die sich auch auf den Umschlag überträgt.
      In den trockenen Wintermonaten ist dies besonders häufig, auch die statische Aufladung des Bogens wird dadurch verstärkt und kostet dem Bubi manche Nerven.

      Abhilfe: Die Paletten nicht aufeinander stapeln, Folienverpackung entfernen, wir lassen die Bogen in einer klimatisierten Halle 2 bis 3 Schichten unter ständiger Berieselung einiger Luftbefeuchter "ziehen".
      Wer die Möglichkeit des Paletten wendens hat sollte diese einsetzen um die wünschenswerte Qualität auch bei den unteren Lagen zu erreichen.

      Kundenkomunikation: Auf Anregung der Buchbinderei bespricht unser Ausendienst das "Auswachsen" bereits im Vorfeld mit dem Kunden um die Termine incl. Trocknung zu organisieren.
      Manche Nahmhaften Kunden sind auch bereit technische Hilfe wie folgt in der Gestaltung von Fachmann anzunehmen.
      Die erste und letzte Seite bekommt einen Registerähnlichen Balken im selben Bild des Umschlags um das blitzen des Inhalts optisch zu verhindern.

      Wünsche auf diesem Wege allen "Bubis" und "Bubinen" schöne Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr

      Die Falzmaschine im überholten Zustand
    • Hallo Falzmaschine danke für den Tip,das mit dem registerähnlichen Balken werde ich demnächst bei unserem Qualitätszirkel mal vorschlagen....Fakt ist;das bei uns die Offsetrollen und die Trockenstrecke (leider) immer volle Pulle laufen (teilweise schrumpft das Papier um bis zu 4 mm in der Bahnbreite) danach werden die Bogen in Stangenform zu uns ausgeliefert von daher haben wir leider keine Möglichkeit den weiteren Fortlauf positiv zu beeinflussen.....bei uns ist auch die Buchbinderei (leider) immer den Offsetrollen untergeordnet
    • Hallo Pur-Schnüffler,
      Vielleicht sollten eure Drucker in den trockenen Wintermonaten mal ihren Ofen etwas weniger heizen, wenn die Bahn zu stark getrocknet wird ist auch ein Faserbrechen zu erwarten durch sprödes Papier ist die Haltbarkeit bei Klebebindung in Gefahr und das ausbrechen der Klammern im innersten Bogen trägt auch nicht zur Qualitätssteigerung bei.
      Nur wer miteinander versucht Lösungen zu finden ist ein Produktives Team!!!
    • Ach Falzmaschine du sprichst mir aus der Seele,aber Fakt ist,da die Jungs an den Rotationen immer "Hafer" geben also alles voll ausreizen....bei uns wird der innerste Bogen in einer Rückstichbroschur (sprich Heft) immer verleimt ,alles andere spielt bei uns fast keine Sache da ich am Klebebinder mal locker 2-3 mm abfräse......letztendlich und das wurmt mich persönlich schon seit 20 Jahren wird der Buchbinder ;verzeih mir mal meine "Fäkaliensprache" immer gefickt......es müssen immer nur die Offsetrollen laufen alles andere ist "vernachlässigbar"....scheiss egal wenn ein Produkt angenommen wird;z.B. Broschur Usl 4-6 Seiten so und soviel Bogen Inhalt mal ein oder 2 Beilagen eingesteckt.....nach 3 Auflagen kommt der Hammer 6 Beilagen einstecken und noch eine Cd aufspenden....und danach kannste deine Geschwindigkeit von vormals 9000 auf lockere 4000 herunterschrauben.....versuch das mal dem Bearbeiter zu erklären das du auf einmal die doppelte Zeit brauchst um den Auftrag zu erledigen....und bei uns wird in Sachen Buchbinderei manchmal leider keine Rücksicht genommen......habe ein aktuelles Beispiel,da meine Person am Klebebinder eingesetzt wird hatte ich die Möglichkeit einen Auftrag (10000 Ex.) in Pur -Bindung anstatt in Hotmelt zu fahren....ich musste dass leider abbrechen da der Umschlag zu kurz war .....der Rücken von der Broschur wird nach der Umschlagnachpressung mit Pur-leim verschmiert,bloss weil ein "Bearbeiter" es nicht kalkuliert hatte den Umschlag nach unten heraus 5 mm länger zu lassen
    • Hallo Pur-Schnüffler,
      Danke für das Kompliment, daß mein ich mit Qualifikation im Beruf. Diese Anordnung der geklebten innersten Seiten bei 16 Seiten gibts bei uns auch auf anraten der Buchbinderei und nach etlichen Reklamationen die der Buchbinderei als Unfähigkeit untergejubelt werden sollte. Das Errinnerungsvermögen der Drucker muß aber regelmäßig aufgefrischt werden sonst vergessense die Anordnungen wieder.

      Beim zu kurzen Umschlag wird warscheinlich auch der Bubi den schwarzen Peter haben da er den Inhalt nicht vorher an den "Umschlag" angepasst hat gell!
      Könnt ihr eigentlich den Rückenleim nicht Abrakeln, also verkürzen zum Fuß hin?
      Wir lassen wenn möglich den Umschlag je 1-2 mm länger am Kopf + Fuß, müßt ihr 5mm zugeben?
      Vorne raus muss er aber kleiner sein als der Inhalt da unsere Buchblocks am Vorderschnitt geschoben werden. ( Kolbus)

      Unser Chef hat mal einen Guten Spruch vorgetragen: Es muß halt so disponiert und geplant werden das in der Weiterverarbeitung alles reibungslos klappt!
      Hat er aber denk ich schon wieder verdrängt!
    • Normalerweise wird der Umschlag bei uns immer auf 321-322 mm geschnitten damit wir bei Rollenprodukten die ca.316 mm lang sind,genug Raum haben um evtl den Umschlag zu verschieben oder wie in dem Fall Platz brauchen für "besagten Pur Leimtropfen. Hier war es leider so das man wegen der geringen Auflage sich für den Bogendruck entschieden hat und ich denke mir der Mann am Planschneider wird wohl nicht daran gedacht haben( Ich kann jetzt aber auch keine Aussage treffen bei uns ist es wegen einigen Ausschiessschemata auch manchmal unmöglich mehr Papier am Fuss stehenzulassen).Wegen Abrakeln; das geht nicht da wir ein Düsensystem von Nordson am Klebebinder benutzen...wenn der Spritzvorgang an dem einzelnen Produkt abgeschlossen ist bleibt immer ein Tropfen auf der Düse hängen,normalerweise gibt es ein Ventil welches den Tropfen immer wieder zurücksaugt aber Fakt ist das es sehr,sehr häufig defekt ist und Ersatzteile von Nordson kosten ein Vermögen (ich spreche mal nicht von einigen Hundert Euro,die ET-Preise von dem System liegen da oft im vierstelligen Bereich) .Da könnte selbst Müller-Martini blass werden was die für Preise ausrufen ......für Leimbär auch mein Dank wird dir hinterherschleichen....und für Bizer ich hatte mich da nicht so ausführlich ausgedrückt,ich meinte ca.4 mm bei einer Bahnbreite von ca.850mm für Rollenoffsetpapiere......