Schnittschwankung durch Lakiertes Papier

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    • Schnittschwankung durch Lakiertes Papier

      Seit c.a 1 Jahr haben wir starke Probleme mit lakierten Papier. Unsere Basa verweigert manche Sorten, weil so so wellig sind. Selbst beim Schneiden gibt es schwankungen da man keine Change mehr hat das Papier gleichmässig abzupressen. Habet ihr auch damit Probleme und wie habt ihr sie gelöst? Unser GF will alles lakieren damit wir weniger Kabonier Problem beim Sammelhefter hat. Also ohne La ?( ck geht nicht
    • Ja das kenn ich......seit dem wir Lackwerke an den Druckmaschinen haben, und quasi alles mit Dispersionslack matt/glzd. übergejaucht wird,
      sind vernünftige Planobogen Geschichte. Starker Papierverzug durch wellige Bogen bereiten auch beim Falzen enorme Probleme.

      Ne Lösung hab ich aber nicht..... :( evtl. mal in einem Drucker-Forum fragen. Sinnvolle Lösungsansätze dann aber bitte hier posten :)
      "Ein schlechter Buchbinder kann noch immer Drucker werden"
    • Oh ja......! Das kenne ich.
      Ist eine feine Sache,der Drucklack. Raus aus der Druckmaschine und nach nicht mal 1/2 Stunde zum schneiden. Wellige Bogen sind fast die Regel bei uns.
      Ich weise unseren technischen Leiter dann darauf hin dass Passerdifferenzen nicht auszuschließen sind und fertig. Wellige Bogen sind ein Graus . Es gibt bestimmt Möglichkeiten das Problem in den Griff zu bekommen .
      Aber das kostet wahrscheinlich wieder..........!!
      Fast genauso schlimm ist aber dass viele Aufträge die unbedingt lackiert werden müßten nicht lackiert werden. ( Der Kunde möchte das nicht.) Aber TOP-QUALITÄT!!!!!!!!!!
      Da schmieren die Druckbogen schon beim Ansehen ab. einmal anfassen und aus.
      Dann lieber Wellen im Papier.
    • Wir haben auch unsere Probleme mit den Passerdifferenzen und jeder von unseren drei Papierschneider hat für sich eine andere Lösung und jeder meint das ist seine beste.

      Der eine presst die Druckbogen alle 10 cm auf dem kurzen Weg (bei Format 70 x 100 legt der die Bogen bei 70 cm an) der andere presst den langen Weg und Nr. 3 presst überhauptnicht. Zum Schluß muss der Falzer es wieder ausbaden, nach meiner Meinung sind die Differenze ohne Pressung nicht so groß.
    • Pressen bringt auf jeden Fall etwas.
      Bei 70/100 er Format presse ich in10 cm-Schritten. Meistens mit vollem Druck. Vorausgesetzt das Material ist lackiert oder durchgetrocknet.
      Dicke Pappe auflegen nicht vergessen sonst drückt sich die vordere Kante des Pressbalkens ab.
      Nach dem pressen muß die Lage aber sorgfältig angelegt werden. Schlagklotz ist Pflicht.
      Die Zeit muß man sich nehmen !!
      Und wenn es mal 200 000 Bg. sind...... pfeif drauf !!
      Das versteht jeder der Ahnung hat. Qualität geht vor Quantität.
      Schnell kann jeder.
    • Pressen und wenden!

      Wie ihr alle schon erzählt habt ist es hilfreich die Verwellungen zu pressen, zur Laufrichtung dehnt sich der Bogen bekanntlich besser als dagegen und wenn der Papierschneider nicht will wird er bei uns halt mal an die Falzmaschine gestellt " ohne Hilfe" da wirst du sehen wie schnell er die Bedürfnisse der Falzer wieder befriedigt.
      Wenn möglich die Paletten wenden und immer 2 aufeinander stellen hilft auch sollten aber durchgetauscht werden, schön wenn man einen Vorlauf vom Druck hat. Teilweise hilft auch ein Winkelschnitt wenn möglich da sich der Bg. durch die Verspannung teilweise auch trapezmäßig verschiebt.
    • Hatte hier auch gerade Freude mit lackierten Bogen die schön gewellt waren. Sonntag nacht wurde gedruckt, morgens angeliefet, Montag morgen mußte geliefert werden zum, Glück waren es nur kleine Auflagen, hab dort die Stapelhöhe reduziert, das muss reichen.
      Denn es kann nicht sein, das mega schnell geliefert werden muss, dabei auf den allerletzten Drücker angeliefert wird, und dann die Bogen dermaßen wellig sind das wir nicht ordentlich und schnell verarbeiten können. Das ganze muss natürlich zum Spitzenpreis, da können wir nicht alle paar cm Pressen oder kleinste Stapel schneiden...

      Das geilste was ich bisher hatte war ein 90g/m² Papier was matt lackiert wurde, 70x100 Bogen mit 4 Nutzen a 16S. jede Seite ein Übergang, z.T. nur feine Linien, das ganze war dann so wellig und stumpf das sich die Bogen so zimlich garnicht rütteln ließen, egal ob man große oder kleine Päckchen in den Rüttler gelegt hat, Differenzen ohne Ende, das Endergebniss war grausig :(
      Rettet den Wald, esst mehr Bieber!