Buchleinen beschriften ?

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    • Buchleinen beschriften ?

      Hallo zusammen ,
      ich habe das Problem , daß ich keine Ahnung habe ,wie ich meine Buchleinen beschriften kann .
      Habs mit nem Wasserfesten -Stift probiert ! Geht , aber wie schaut das den aus !!
      Mit Aufbügelfolie für T-Shirts gehts auch , iat aber ne sch..ß Arbeit jeden Buchstaben auszuschneiden , da die unbedruckte Folie weis ist .
      Ein Heißpräge -Gerät ist mom. mit ca. 250 Euro für mich noch zu teuer (bin Hobby Buchbinder ).
      Kann mir jemand einen Tipp geben ?? ?(
      Danke allen schon mal vorab !
      Mfg. André
    • Hallo,
      als ich eine Prägepresse noch nicht mein Eigen nennen konnte habe ich mich immer an Handbuchbindereien im Umkreis gewendet. Die haben mir dann die Buchdecken für günstiges Geld geprägt.
      Buchdecke einpacken und hinschicken und 1-2 Wochen später hatte ich das Teil dann wieder. Wenn du willst, kann ich dir nen paar nennen in meinem näheren Umfeld in Thüringen. Oder schicke mir eine PN was du geprägt haben willst, und ich schau mal, ob es bei mir funktionieren würde.

      Bis denne....
    • Hallo Script,
      mit Tintenstrahl- oder Laserdrucker kann man Bubi-Leinen auch bedrucken. Es muß ja nicht immer gleich eine richtige Prägung sein. Man muß halt das Format dem Drucker anpassen und dann beim Überziehen genau arbeiten. Ich habe Schachteln auf diese Weise schon bedruckt.Bei manchen Geweben hält die Farbe allerdings nicht so gut und da ist eine nachträgliches Fixieren ( Haarlack) ratsam. Mußt halt austesten ob dein Leinen passt.
      Außerdem kann man die meisten Bubi-Leinen auch mit Acrylfarbe bemalen - falls es mal was ganz Individuelles sein soll.
      LG Papierfrau
    • Danke für den Thread. Hab mir auch schon die Frage gestellt. Dss mit den Aufbügelfolien werd ich auch Testen. Hast Du da die bedruckbare Folien oderfarbige für Schneidplotter verwendet?
      Eine Idee wäre auch die Schrift tiefzuprägen und dann mit Farbe "ausgießen".
      Mein Blog über meine 1. Versuche als Buchbinder.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Georgius ()

    • @Georgius,
      ich glaube am Besten geht es mit einer sog. Transfer - Folie. Darauf kann man z.B. auch alte Fotografien kopieren und dann auf Stoff bügeln. Als ich noch einen Tintestrahldrucker hatte habe ich das gemacht. Inzwischen habe ich einen Laserdrucker und dafür bräuchte ich wieder eine ganz andereTransferfolie ..... und viel mehr Zeit und Muße zum auszutesten :-).
      LG Papierfrau
    • Ich würde es beim Handbuchbinder deines Vertrauens prägen lassen Rücken - wie Titelzeile....selbst wenn du dir das Heissprägegerät kaufst bezweifele ich; das dir Lettern oder irgendwelche Matritzen gestellt werden...also gleich zum Spezialisten gehen...hast du die Buchdecke "geschmiedet" denke ich mir das die Kosten für eine Prägung dürften 15 € nicht überschreiten .........
    • @Georgius
      ich habe die normalen bedruckbaren (Tintenstrahldrucker) Transferfolien für T-Shirts benutzt , die die man im Handel bekommt. (weis nicht ob man hier die Namen der Hersteller nennen darf )
      Aber wie schon gesagt , ist ne heiden Arbeit . Deine zweite Idee ist ja nicht schlecht , setzt aber voraus , daß mann Prägen kann . Noch ne Möglichkeit gibt es mit einem sog. aufgebauten Relief.
      Bin mom. mit dem Bedrucken der Bubi-Leinen ganz zufrieden !! Danke noch mals für den Tipp Papierfrau ! :)
      Mfg. André
    • Pur-Schnüffler schrieb:

      ...also gleich zum Spezialisten gehen...hast du die Buchdecke "geschmiedet" denke ich mir das die Kosten für eine Prägung dürften 15 € nicht überschreiten .........
      Es ist immer die Frage wie sehr man etwas selbst machen will. Man kann sicher auch das ganze Buch bei einem Buchbinder machen lassen. Dann hat man nur den Entwurf gemacht. Oder man kann schmieden lernen um die Buchecken zu machen.
      Ich verstehe schon das man soetwas selbst machen will.
      Mir geht es schon auf die Nerven das ich nicht selbst beschneiden kann.
      Mein Blog über meine 1. Versuche als Buchbinder.
    • Mal im Ernst das mit der Buchdecke habe ich nicht nur so gesagt weil weil mir die Antwort einfach so eingefallen war,ich habe Buchbinder "Serienfertigung" gelernt und war bei uns damals auch in der Handbuchbinderei,im rl bin ich am Klebebinder und ab und zu am Sammelhefter beschäftigt und wenn ich da mal nebenbei ein paar Bücher "schlossere" dann werde ich solche Arbeiten wie z.B. das Prägen nicht selbst machen,erstmal habe ich keine Prägepresse bzw. so ein Handgerät ausserdem selbst wenn du Dir so ein Handgerät besorgst dann brauchst du noch verschiedene Lettern in verschiedenen Grössen und halt ein paar Prägefolien ,ich weiss ehrlich gesagt auch nicht ob es da bei den Anbietern einen Markt gibt für 24 ct.Goldprägefolien wenn du sie in kleinen Mengen abnimmst..... wenn du schon etwas Geld ausgeben möchtest für deinen Maschinenpark dann hol dir ne alte kleine Schneidemaschine(aber bedenke die haben 380 Volt Anschluss) ,um noch mal auf die Buchdecke für dein Harry Potter Paperback zurückzukommen, die Broschur ist bestimmt mit Hot-melt klebegebunden die kannst du gar nicht als "Franzband" binden es würde keine Logik dahinterstehen.
    • Du kannst zwar einen Einband mit "Unechten Bünden" machen, aber für so ein Mammutprojekt muß ich meinem Vorredner nur zustimmen. Gestalte Dir die Einbanddecke selber, aber fürs Prägen würde ich mich dann an jemanden wenden, der tagtäglich damit zu tun hat. Ich präge meine Sachen selber und da ich das "nur" ca. an einem Tag im Monat mache brauche ich trotzdem für die erste Decke immer fast eine Stunde mit Probeprägung , Schriftwechsel und für jede Zeile ne Ausrichtung in der Höhe, damit die Abstände auch optisch gut passen. Ein Buchbinder der das sozusagen jeden Tag macht und evtl. auch noch ne Krause-Presse hat, kann das Teil in einem Rutsch prägen mit Zierlinien , Schmuckelementen und so weiter.
      Und nur mal so nebenbei: Ein Schriftsatz - und das ist auch nur eine Größe in einer Schriftart gemeint - ist nicht unter 100.-€ zu bekommen (Messingschift)
      Prägefolien gibt es (mit Mindermengenaufschlag) ab 10.-15.-€ pro Rolle
      Nicht jede Bleichrift passt in jeden Handschriftkasten - abgesehen davon, das benutzte Bleilettern auch in der Höhe abgenutzt sind , und somit unterschiedlich hoch sind.

      Ich bin sowas von froh, das ich mein Schriftenkabinett von einem Alten Buchbinder bekommen habe und meine alten Bücher jetzt endlich wieder herrichten kann.
      Falls jetzt noch einer sagt, das es auch Handfileten zum Prägen gibt und man damit die Bücher verzieren kann, dem sei gesagt ,das das einfacher bei youtube aussieht als was es ist.
      Hier triftt das Motto zu: Schiefprägen kann jeder und selbst ein Laie sieht einen halben Millimeter von links nach rechts in der Höhe.

      Lange Rede kurzer Sinn - Geh zum Buchbinder deines Vertrauens und Vertrau auf seine Erfahrung und sein Können.
    • Ja ist schon klar das man nicht alles für Einzelstücke machen kann. Ich habe mich nicht auf Heißprägen bezogen, wollte nur erläutern warum man (zumindest ich) alternativen zum "machen lassen" suche.
      Wie hat man vor sagen wir mal 150 Jahren Leineneinbände beschriftet? Oder ist der Leineneinband eine Erfindung der Neuzeit und wurde immer Heißgeprägt?
      Mein Blog über meine 1. Versuche als Buchbinder.
    • Wenn ich so in die Runde in meiner Bibliothek schaue ist etweder eine Prägung drauf oder aber das Leinen wurde im Buchdruck bedruckt. Bis zur Erfindung der Schnellprägepresse war das alles reine Handarbeit mit Schriftkasten und den dazu passenden Lettern.
    • @Georgius,
      eine Prägung wurde auch vor 150 Jahren immer mit Hitze gemacht. Man hat sich das Werkzeug mit einer Flamme erhitzt. Die zahlreichen verkokelte Holzgriffe dieser alten Werkzeuge zeugen davon. Im Buchdruck bedrucktes Leinen - wie es falzguru beschrieben hat - wurden nur mit Druck und Farbe angefertigt - ohne Hitze.
      @Falzguru,
      eine Messingschrift unter 100.-€ ...... das ist wirklich der ewige Traum eines jeden Hand- und Hobbybuchbinders :-).
    • Gewebeeinbände wurden geprägt ich kann mich nicht entsinnen das wir jemals aus "bedruckten Leinen" Buchdecken hergestellt haben und bis in die 90 er Jahre hatten wir haufenweise Bücher mit einer Prägung gebunden ,...es gab nicht nur Gold-,Silber- und Bronzefolien sondern auch Prägefolien in den verschiedensten Farben ich denke mir das du irgendwo eine farbige Prägung gesehen hast woraus du folgerst das sie gedruckt wurde....