Kleberreste an Messern vom Dreimesserautomaten

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    • Kleberreste an Messern vom Dreimesserautomaten

      Hi Leute,

      wir haben das Problem das an unseren Messern im Dreimesserautomaten sehr oft und sehr viel Leim kleben bleibt. Haben es auch schon, natürlich, mal mit Silikonspray nach dem reinigen probiert. Der Erfolg ist eher mäßig. Jetzt gibt es doch diese sogenannten "Rastermesser". Kann mir jemand sagen wer diese speziellen Messer verkauft? Hat jemand sonst hier Erfahrung mit diesem Problem? Eigtl. kann ich mir vorstellen das wir dieses Problem alle schon kennengelernt haben :)

      Info: Wir schneiden Klebegebundene Buchblocks.....PUR Leim (Rücken) Hotmelt (Seitenleim)....Liegezeit vor dem schneiden beträgt 1-3 Stunden

      Schon mal Danke an alle

      Gruß Stefan
    • An das Falzbein Gottes!

      Ich bin nicht der Mann für die Dreischneider. Aber die Funktion Schneiden und das Problem Klebstoffe am Messer ist mit den Schneidemaschinen vergleichbar. Ich lasse hier bewusst die Beschaffenheit des Klebstoffes, deren Temperatur und deren Alter (Aushärtung) weg. Das sind Faktoren die wir nur schlecht beeinflussen können.
      Ich denke es gibt da drei Dinge die beachtenswert sind.
      Schmierung des Messers oder reinigen
      In vielen Maschine weder die Messer permanent geschmiert. Das kann ein einfacher Schwamm sein, an dem das Messer immer wieder vorbei fährt oder aber eine Sprüheinrichtung die durch die Messerposition gesteuert immer etwas auf das Messer sprüht.
      Vorteil kostengünstig. Nachteil nicht wirklich perfekt und es besteht die Gefahr das die Schnittfläche verschmutzt wird.
      Das Abkratzen des Leims mit einem Schaber hat sich so weit ist weiß nicht durchgesetzt.
      Art des Messers
      Es gibt Messer die eine geänderte Oberfläche haben. Die Idee ist die Oberfläche also die Klebefläche für den Leim so klein wie möglich. Zu dieser Gruppe gehören die Rastermesser. Bei diesen Messern wird die sogenannte Messerrückseite gerastet. Das heißt die Oberfläche wird rauh. Hierdurch kann der Leim schlechter haften.
      Beschichtung des Messers
      Es gibt mittlerweile verschiedene Beschichtungen. Die je nach des Messers Art und Anwendung extrem gut funktionieren. Ich kenne einen Test von Selbstklebeetiketten. Das Messer musste alles 20 Schnitte durch den Bediener gereinigt werden. Mit einem beschichteten Messer gab es gar keinen Leimauftrag mehr. Auch bei Einmesser-Maschinen zum Beschneiden von Büchern werden diese Messer eingesetzt.
      Vorteil keine Mittel die die Schnittfläche verschmutzen können. Nachteil teuer.


      Soweit die Theorie. Meine Erfahrung an den Schneidemaschinen ist in einem Wort zu beschreiben. Ausprobieren! Oder wie Du es geschrieben hast: Wer hat Erfahrung und hat schon für mich ausprobiert? Ich wäre vor der Umsetzung einer Idee etwas vorsichtig. Ruckzuck ist viel Geld ausgegeben und der Erfolg kann sehr mager.

      Aber etwas fehlt. Wie viele Dreischneider gibt es auf Welt und – JEDER – hat doch das gleiche Problem, oder? Ich könnte mir vorstellen dass die großen Hersteller von den richtig schnellen und teuren Drehschneidern etwas anbieten.
      Buntpapier
    • Hi,

      ich bin jetzt zwar auch kein Dreimesser Profi mehr aber ich hab mal 2 Jahre an einem Müller Martini 3670 gearbeitet. Die Maschine hatte so eine Silikonsprüheinrichtung wie Buntpapier beschreibt! Aber soweit ich mich noch erinnern kann war das auch keine 100% Sache. Mußte man schon immer optimal einstellen, zuviel und die Maschine säuft innen ab (da ist dann aufeinmal Silikonöl wo man es nicht haben will), und zu wenig naja das Ergebnis kennt ihr ja.
      Aber ich fands auch nicht schlimm wenn ich mal schnell die Messer putzen musste denn durch das Silikon ließ sich der Leim relativ leicht entfernen.

      Ich weiß natürlich nicht welche Maschine ihr habt und ob man sowas dann auch nachrüsten kann. Mit den "Rastermesser" hab ich leider keine Erfahrung ich glaub die gabs damals noch nicht ;( !

      Mal warten vielleicht meldet sich noch ein Drei-M-Profi!

      Gruß Bubi-TS

      @Buntpapier: toller Beitrag!
    • Hallo,

      erstmal vielen Dank fürs Feedback,Leute!

      Die Theorien sind mir alle bekannt....haben auch schon vorher diverse sachen getestet....wie: vorhandene Sprüheinrichtung zu benutzen( schlecht Dosierbar)....haben unsere Messer auch schon von anderen Firmen beschichten lassen (ohne nennenswerten Erfolg).....haben auch Messer zu ner holländischen Firma geschickt die behauptet haben sie hätten den Messerschliff neu erfunden :thumbdown: (lachhaft)

      Interressant wäre jetzt das Ding mir den Rastermessern.....habe früher selbst Briefmarken (Selbstklebend) am Planschneider geschnitten.....daher kenne ich die Rastermesser auch.

      Kennt ihr nen Anbieter für Rastermesser? Wir haben unsere Messer von Hagedorn!

      Ach so.....unser Dreischneider ist übrigens Von Kolbus ( HD 143)

      Danke nochmal für alle Lösungsansätze ;)
    • Ist ja schon ein etwas älteres Thema, aber ich möchte trotzdem meinen Senf dazugeben.
      Ich arbeite in einem Betrieb in dem viel Haftpapier und Weich-PVC-Aufkleber verarbeitet und demnach auch geschnitten wird .
      Wenn große Auflagen anstehen (sonst lohnt sich das Rüsten nicht) wird ein "Folienmesser" eingebaut.
      Das ist auf der Rückseite teflonbeschichtet und da bleibt gar nichts zurück .
      Das schont die Nerven und den Geldbeutel.
      Gruß
      Der Alf