CLEVERES

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    • Mir kam eine gute Idee! :thumbsup:

      Jeder hat doch so einige Kniffe und Methoden verfeinert und weiterentwickelt und ich fände es schön diese weiterzugeben und so von der Erfahrung des anderen zu lernen und zu profitieren.

      Ich fange mal an:

      Ein neues Buch zu heften dürfte wie im Schlaf gehen, doch wenn ich ein altes vor mir habe, so kommt es vor, daß die Lagen sehr unterschiedlich dick sind und von winkeligkeit kann man wohl auch nicht sprechen.
      Da kann es schonmal vorkommen, daß es eine rechte Porkelei wird, wenn man vom Rücken her wieder in die Lagenmitte kommen möchte. Ich hole meine Nadel beim Heftvorgang immer ab.
      Jeder kennt doch diese Spritzenaufsätze womit der Arzt einen so gerne traktiert, sieht doch aus wie das Gegenstück der Nadel und der Nadelkopf passt auch rein.
      Ich gehe also von der Lagenmitte aus nach außen, stecke die Nadelspitze der Heftnadel rein und kann nun zielsicher die Lagenmitte erwischen; :)

      Verstanden?

      Ich freue mich schon auf andere Kniffe!
      LG!
      Placida
    • Hallo Placida,
      Du nimmst also die Hülle der Spritzennadel soweit ich das verstanden habe? Ich werde das mal probieren ... nach meinem nächsten Arztbesuch :) Danke für den Tipp!
      Das mit den unterschiedlich dicken Lagen kenne ich auch zur Genüge. Wenn es mir zu schwierig wird, dann hefte ich auch einzelne Buchblocks auf der Heftlade und verwende zum Vorstechen eine Schablone aus einem gefalteten Kartonstück. Oder ich säge die Bundeinteilung vor.
      Normalerweise nehme ich für ein nicht zu dickes Buch mit "normalen" Lagen keine Heftlade.
      Bei alten Büchern versuche ich möglichst die schon vorhandenen Heftlöcher wieder zu benützen, auch wenn es manchmal eine etwas skurrile Hefteinteilung ergibt. Aber ich denke lieber nehme ich das in Kauf, als einen, durch neue und alte Heftlöcher perforierten Lagenfalz.
      Um das Heftloch genau in die Lagenmitte zu bringen gibt es im Handel auch unterschiedliche Vorstechgeräte. Ich finde lohnenswert ist so eine Anschaffung nur für Handbuchbinder die wirklich Unmengen von Büchern - vornehmlich mit freier Heftung - zu heften haben. Die haben dann aber aus rationellen Gründen wohl eher eine Halbautomatische in der Werkstatt stehen und brauchen diese Vorrichtung nicht. Die Notwendigkeit eines solchen Gerätes muss man wohl dem Hobbybuchbinder überlassen.... und denen sei gesagt: probiert es mal mit einer Schablone und einem dicken Katalog eines Versandhauses. Das funktioniert nämlich auch!
      LG Papierfrau
    • Hallo, bin neu und ein unbeschriebenes Blatt. Habe von eurer Tätigkeit NULL Ahnung aber Hochachtung, da ich Bücher liebe.
      Ich habe mich nur registriert, um Hilfe bei der Entfernung von Tesafilmflecken zu erhoffen. Als Sammler von Briefen, bekomme ich öfter welche, die mal bei einem Anwolt o.ä. zu Hause waren, d.h. mit Aktenlochung.
      Wenn der Vorgänger nun diese Löcher mit Hilfe von Tesa und auf der Rückseite neu erzeugte Stanzlöcher verschlossen hat, bleiben nach längerer Zeit nur noch "Fettflecken" im Papier. Mit welcher Lösung oder Wässerchen kann man diese Flecken entfernen?