Alte Tischfalzmaschine für A3 gesucht

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    • Alte Tischfalzmaschine für A3 gesucht

      Hallo zusammen!

      Ich binde wöchentlich für meine Kurse DIN A4 Bücher. Darin sind auch Pläne in DIN A3 vorhanden. Im Moment falze ich die A3 Bogen (etwa 50 Stück pro Tag) per Hand. Das geht, ist aber etwas langweilig. Also suche ich eine alte Tischfalzmaschine mit der ich von DIN A3 mit einem Zickzackfalz DIN A4 machen kann.
      Selbst wenn ich jeden Bogen einzeln anlegen muss bin ich immer noch schneller als jetzt. Da die Bücher beschnitten werden sind auch Schwankungen im Falz nichts Kritisches. Da ich ja in einer Maschinenfabrik arbeite kann ich auch etwas reparieren. Ich habe keine Ansprüche.

      Also, wer eine alte Tischfalzmaschine hat und gegen ich weiß nicht wie viel oder was loswerden will, würde mich glücklich machen.

      Buntpapier
    • Hallo Chris!

      Ja, bei Ebay sehe ich mich nätürlich um.
      Der erste Gedanke war aber jemanden der etwas über und damit etwas für mich hat einen seriösen Obolus zu geben.
      Die Maschinen die zurzeit bei Ebay im Angebot sind, sind entweder zu groß oder zu teuer. Gestern habe ich wieder 200 Blatt von Hand gefalzt. Das geht auch.
      Aber Du liegst völlig richtig und ich werde weiter ein Auge auf die Angebote bei Ebay werfen. Manche Angebote sind für jemanden der eine Falzmaschine braucht auch wirklich okay.

      Danke
      Buntpapier
    • Hallo Chris!

      Danke für das Angebot.
      Ich glaube der Transport ist zu kompliziert würde sich nicht lohnen. Ich drucke auf einem Fotokopierer 80g im A3-Format. Diese Blätter falze ich dann zweimal, damit sie in A4 Bücher passen. Danach beschneide ich die Bücher. Das sind je nachdem wie viele Schüler ich in den Kursen habe pro Monat 100 bis 200 Blatt. Das dumme an der Sache ist, dass es sich um Schulungsunterlagen handelt, die sich eventuell im letzten Moment noch ändern. Ich bekomme die Arbeit ja bezahlt. Aber die Zeit könnte ich auch für andere Sachen nutzen. Viel Geld will ich nicht ausgeben, denn das ist eigentlich das Problem meines Arbeitgebers. Aber mein Anspruch ist es in den Kursen ordentliche Unterlagen heraus zu geben.

      Das Angebot ist wirklich toll, aber ich werde wohl weiterhin von Hand falzen.

      Buntpapier
    • Das mit den Druckdaten ist ganz einfach zu erklären. Das läuft wie folgt ab.

      Die Ingenieure bauen eine neue Maschine. Parallel dazu müssen die Servicetechniker ausgebildet werden, die diese Maschine aufstellen und warten sollen. Wenn eine neue Maschine zum Kunden kommt und der nicht einmal der Service-Techniker die Maschine kennt geht das alles in die Hose.
      Also schreibe ich schöne dicke Bücher. Der Anspruch ist es dem Service-Techniker wirklich etwas Ordentliches an die Hand zu geben und das wird dann sehr schnell einige hundert Seiten lang. Umso mehr ich schreibe, umso größer ist nicht nur die Gefahr dass ich an den Ideen der Ingenieure vorbei schreibe. Ich mache auch Fehler. Im ersten Kurs mache ich dann die letzten Korrekturen.
      Der nächste Schritt ist die Übersetzung in andere Sprachen. Die Übersetzerinnen haben oft wenig Zeit für Ihre Arbeit. Die Damen sitzen nicht rumm und warten auf mich. In der Regel bekomme ich einen Tag vor einem englischsprachigen Kurs die letzten hundert Seiten Text. Das klappt alles sehr gut. Wir machen das schon ein viertel Jahrhundert zusammen. Aber es ist immer auf die letzte Minute.
      Die Schaltpläne zu den Maschinen könnte ich auch im Format A4 ausdrucken. Das wäre viel einfacher. Ich liebe es aber die Schaltpläne zu korrigieren und mit Kommentaren zum besseren Verständnis zu versehen. Und zum Schluss ist das Format A3 einfach übersichtlicher.
      Dann ist da auch noch mein Anspruch. Ich könnte meinen Kursteilnehmern auch alles einfach digital geben. Dann hätte mein Chef die Ausgabe für die druckerei gespart. Ich mag es aber den Leuten etwas in die Hand zu geben, das die Teilnehmer bei den praktischen Übungen mit zur und wenn es notwendig mit in die Maschine nehmen können. So können meine Schüler Notizen machen, die sie hoffentlich in einigen Jahren nutzen können. Ich müsste das alles nicht machen. Es ist mein Anspruch.
      Und zum Schluss kommt die tägliche Zwangsjacke eines typischen Industrieunternehmens dazu. Wenn meine Chefs wirklich begreifen würden was ich mache, würden sie mich sehr schnell beschneiden. Dann müsste ich mit viel „Mut zur Lücke“ auch Halbheiten abliefern. Aber das hasse ich wie die Pest. Und deshalb muss ich mich irgendwie dadurch manövrieren.
      Meine Kollegen machen es sich da etwas einfacher. Aber wenn ich ihnen eine schnelle Möglichkeit für eine bessere Arbeit ermögliche, würden sie diese wahrscheinlich auch nutzen.
      Es ist wie im echten Leben, oder?

      Buntpapier
    • :rolleyes: :thumbsup: Klasse, wenn sich jemand die Mühe macht und Schulungsordner schreibt ( oder auch Maschinenhandbücher / Ersatzteilbücher). Man muß sich sehr stark in die Materie reindenken und weit über den Tellerrand blicken, sonst könnten solche guten Handbücher ( Müller-Martini/MBO/ Stahl--bis zur KD und TD- Serie/Polar-Mohr/Kolbus) nicht existieren. Leider betreiben manche Hersteller seit einigen Jahren nur noch Handbücher/Ersatztteilbücher in digitaler Form oder Ordner mit so wenig Inhalt/Aussagekraft , das die im Maschinenordner eingeheftete Konformitätserklärung mehr Seiten und Wissen vermittelt, wie das, was dort eigentlich reingehört. Ich erwarte von einem guten Hersteller ( Privat oder Geschäftlich), das die Bücher aussagekräftig und für jeden Maschinenführer verständlich sind. Wenn ich jemanden etwas erklären/ lehren will oder eine Reparatur durchführe ( darunter fallen auch die Überprüfungen der Grundeinstellungen ), möchte ich halt das Handbuch mit dabei haben ( zum Nachschlagen / Überprüfen/Zusammensetzung der Teile/zum Erklären). Ich kann halt nicht ständig zum Schreibtisch rennen und auf dem Rechner schauen ob es das Teil ist oder doch nicht. Beim Reparieren einer Maschine schaue ich doch schliesslich auch öfters nach, hätte ich dann einen Rechner dabei, würde es viel mehr Zeit in anspruch nehmen ( wie wohl der Rechner danach aussieht, so voller Staub und Fett/Öl ). Leider wird durch falsches sparen ( Controlling )an guten Maschinenbüchern, der Umgang mit der Maschine/Technik erschwert (!!! naja, dann bestellen wir halt einen Monteur !!!). Es spricht doch nur für jeden Hersteller, wenn seine Maschinen wartungsarm/wartungsleicht und super umgänglich sind. Bei einigen Herstellern sind noch nicht mal mehr alle wichigen Fehleranzeigen verzeichnet, da darf man bei einem Fehlerauftritt gleich dort einmal anrufen was erheblich die Produktivität nach unten korrigiert. Einen dieser Hersteller habe ich leider in meiner Abteilung und es wird bestimmt auch die letzte Maschine von ihm sein ( ja, der Frust ist sehr groß). Es gab Zeiten, da hatte man morgens einen Zettel mit den benötigten Ersatzteilen von den Maschinenführern auf dem Tisch. Heute macht man es selbst, weil man die Ersatzteilnummern kennt und nicht erst ein Programm aufklappen muß ( Zeit zum aussuchen der Teile hat bei mir jeder Maschinenführer , sowie eine Schulung mit den Maschinenbüchern und den Ersatzteil-CD´s). Bei nachfragen der zuständigen Maschinenführern ergab es immer das gleiche Resultat : Das mit dem Rechner dauert zu lange und ist zu unübersichtlich! Jetzt habe ich alle digitalen Handbücher ausgedruckt und eingebunden ( Danke Herr Buchbinder, das Sie uns die Arbeit abnehmen und uns helfen, diese extrem hohen Kosten des Ordnerherstellens zu senken ) und siehe da, das Interresse und die Identifizierung der Maschinenführer an der Technik/Maschine steigt sofort.
      Das Schöne an den Maschinen/Ersatzteibüchern aus Papier ist ausserdem, das neue Ersatzteilnummern oder Maschinenbauliche Änderungen immer sofort eingetragen werden und die Maschinenführer auch Lösungen bei Problemfällen schriftlich eintragen.

      Ich habe seit meiner Lehrzeit von fast allen Maschinen an denen ich gearbeitet habe oder die in meiner Abteilung sind /waren die Maschinenbücher für mich privat nochmals kopiert und erweitert ( Teilweise auch die Ersatzteilbücher) . Diese Ordner wurden dann mit Problemlösungen und Erfahrungswerten ebenfalls erweitert und umfassen jetzt in meinem Keller einen ganz schön grossen Schrank. Ob allerdings das Kopieren für meinen privaten Gebrauch erlaubt ist, weiß ich nicht, ist mir allerdings auch egal. Dort steckt aber ein Großteil meines Berufslebens drin und ich schaue bei Problemen dort sehr oft rein und finde Lösungen ( Manchmal braucht ein Kollege halt in der Spätschicht noch nen guten Tip ). Kann auch sein, das ich -was meine Maschinen angeht- einfach nur durchgeknallt bin ( bin halt Buchbinder ). :les1: :les3:


      :spr6: :spr6:
      Also liebe Maschinenhersteller, macht doch bitte wieder vernünftige Handbücher und Ersatzteilbücher auf Papier und wenn ihr wollt noch ZUSÄTZLICH auf so ner ollen Silberscheibe. Die Ordner kann man überall mit hin nehmen und können auch Staub und mal nen Fettfingerabdruck vertragen und erleichtern uns Buchbindern das Leben auf sehr schnelle Weise. Danke schon mal im Vorraus.

      Ps:: Lieber Buntpapier, Danke für die brauchbaren Handbücher eurer Firma und macht weiter so :thumbup:
    • Hallo Chris!

      Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe mittlerweile etwa 120.000 pdf-Dateien zu den Produkten meines Arbeitgebers und die könnte ich nicht ausgedruckt aufbewahren, Aber ein Ausdruck ist immer noch etwas anderes. Und wann immer ich kann, mache ich einen Ausdruck.

      Das deutsche Gesetz sagt aus, dass Du für Dich so viele Kopien eines Buches machen darfst wie Du möchtest. Copyright ist nicht der Schutz vor einer Kopie, sondern der Schutz vor der Weitergabe der Kopie. Mit anderen Worten Du darfst offiziell Deine Kopie nicht weiter geben oder gar verkaufen.

      Danke für die Blumen! ICH werde weiter dicke Bücher schreiben. Auch bei uns gibt es neuerdings als Maschinenunterlagen nur noch Silberscheiben zur Maschine. Aber wenn hier jemand etwas für eine alte oder neue Polar braucht werde ich helfe so gut ich kann. Das ist doch wohl klar :les2:

      Buntpapier
    • Au, da hätte ich was. Ich hatte mal so ein tolles Heft von Polar, dort standen sämtliche Schleifwinkel und Pressdruckstärken für die unterschiedlichsten Materialien drin. Leider habe ich den Fehler gemacht und das Heft verliehen und nie wieder bekommen :do: . Ich hatte es immer für meine Lehrlinge zu Ausbildungszwecken verwendet. Wenn bei euch noch so ein Exemplar vorhanden ist, wäre ich sehr dankbar. Eine Kopie davon würde mir auch reichen. Format war A4 mit Klammerheftung. Kannst Du mal nachschauen?
      Danke im vorraus
      Chris
    • Kein Problem!

      Die Information heißt "Schneiden in der Praxis". Wenn Du mir hier eine nachricht mit Deiner Adresse schickst bekommst Du das Heftchen in Deutsch, Englisch, Französich oder Spanisch.

      Ich persönlich stehe mit dieser Information etwas auf dem Kriegsfuß, denn die dort angegebenen Pressdrücke beziehen sich auf eine 115er und einem Schneidgut, das zwei Drittel der Schnittbeite ausmacht und etwa 8 cm hoch eingelegt wurde. Das ist mir etwas zu grob. Grundsätzlich ist es aber ein Anfang.

      Bekomme ich eine Email-Adresse schicke ich es als pdf, bekomme ich eine Postadresse kommt der nette Postbote zu Besuch politician-squared

      Buntpapier