Heidelberg Stahlfolder vollautomatisch - Jobangebot

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    • Heidelberg Stahlfolder vollautomatisch - Jobangebot

      Hallo :)
      Bin schon ewig hier angemeldet aber hatte bisher kein Thema, zu dem ich schreiben wollte oder einen Thread eröffnen wollte.
      Kurz zu mir, ich bin w, Mitte 30 und Bubi Druckweiterverarbeitung. Lange Zt war ich in einem kl. Betrieb angestellt
      und habe hauptsächlich handwerkliche Arbeiten gemacht, die im Geschäftsdrucksachen-Bereich anfallen.
      Da ich meinen Job vor längerer Zt. verloren habe (Kundenabsprung), bin ich auf der Suche nach einer adäquaten Anstellung.
      Die Tage hatte ich einen Probearbeitstag in einer Druckerei, die auch eine Buchbinderei beinhaltet.
      Dort stehen völlig andere Maschinen als die, die ich bisher "beglücken" durfte.

      Gerlernt hatte ich das Falzen an einer uralten und abgenudelten Kombi-Falzmaschine von Stahl.
      Danach habe ich einige Jahre Erfahrung an einer kleinen Kombi-Falzmaschine von Heidelberg arbeiten dürfen. Zwar hatte diese Maschine auch keinen Luxus aber immerhin funktionierte die Doppelbogenkontrolle, es gab ein kl. digitales Bedienfeld, eine halbautomatische Vorrichtung zum Einstellen der Papierstärke und auch die Walzen waren top.

      Die Firma, in der ich nun unter kommen könnte besitzt eine nagelneue Stahlfolder Kombi-Falzmaschine, von der die jetzigen Angestellten fast keinen Plan haben, bzw. die Maschine noch eher macht, was "sie will".
      Die Maschine läßt sich angeblich automatisch einstellen (bis auf die Schwerteinheit), alles ist eingebbar über einen Bildschirm.
      Die evtl.-Kollegen meinten, es wäre eine feine Maschine aber sie wäre "nicht richtig eingestellt" und daher bekäme man erst nach ewigem Einstellen, zufriedenstellende Ergebnisse.
      Das ist ja das, was diese Maschine eigentlich vermeiden soll - ewiges Einrichten und Nachstellen...

      Ich sollte mich darauf einstellen, dass ich diese Maschine zu meinem Hauptfeld zählen dürfte.

      Jetzt wollte ich fragen, ob wer hier schon Erfahrungen mit einer solchen hightech-Maschine hat und ob diese Maschine wirklich mehr Fluch als Segen ist?

      Es gibt ja auch von Heidelberg selber solch Workshops - nutzen die etwas, und wie teuer sind die etwa?

      Vielen lieben Dank schon mal für eure Meinungen.
      Einen schönen Gruß an meine Kollegen.
      :)
    • hallo , habe ca 1 1/2 Jahre an der stahlfolder TH 56 mit rundstapelanleger gearbeitet . Als der Hobel aufgestellt wurde haben wir ne 1 tägige Schulung bekommen damit kann man schon gut was anfangen um zu wissen wie man bedient,wie man mit den Aggregaten umzugehen hat und um die Software kennen zu lernen. Recht schnell hab ich dann durch bedienungs Anleitung und rumspielen die Software gelernt und finde sie auch recht verständlich gemacht gibt natürlich noch einige Einstellungen mehr als bei den alten nicht Vollautomaten... Nach 1 Jahr meinte die Firma dann sie müsse 4 vorgelagerte heisleim Düsen nachrüsten :D das hat dann keinen Spaß mehr gemacht :D
    • Hallo :)

      Danke schon einmal für die Antwort.
      Ich muss gestehen, ich habe Respekt vor der Maschine. Anderseits reizt es mich, so eine moderne Maschine , bedienen zu dürfen...

      Ich frage mich halt, ob man so ohne weiteres in solch einem Programm rein fuchsen kann... Ohne eine Einführung, oder ähnliches, zu erhalten.
      Mir würde wahrscheinlich das manuelle Einstellen (wofür man auch viel Gefühl braucht) fehlen.

      Diese neue Maschine hat die Werkzeuge (Rillung, Perfo...) aus Kunststoff - da hab ich auch erstmal dumm geschaut.
      Bin wohl etwas altbacken und in der Zeit hängen geblieben.

      Hm...mal sehen, ich bin zwiegespalten. Vor allem, da ich mich Jahre lang in alte Maschinen mit Seelen rein fuchsen musste...


      Ich würde mich über weitere Meinungen freuen.
    • Danke, dass macht mir Mut. Ich tu mich leider manchmal etwas schwer, was technische Neuerungen angeht.

      Heut war ich zur Probe arbeiten und durfte die Maschine zumindest mal im Beisein des Chefes, bedienen.
      Die Maschine sucht sich selber ihre Taschen aus, die sie für den vorgegebenen Falz nutzen möchte.
      Habe dann aber eine andere Tasche manuell gewählt. Das funxt also.
      Was mir nen bissel Kopfzerbrechen macht ist, dass die Maschine laut Bildschirm ihren Taschenanschlag auf 1 mm genau einstellen läßt - theoretisch...
      Praktisch war es aber so, dass das nicht hin gehauen hat.
      Das war auch das, was ich testen konnte, wovon mir ein Kollege erzählt hatte. Er bemägelte genau dieses Problem der Feineinstellung.
      Ich bin ein Freund davon, den Anschlag mit viel Gefühl um ein Minimun zu verstellen.
      Auch bin ich ein Freund davon, selbstständig nachzudenken und dann zu handeln. Ich möchte auch das Gefühl für die Feinheiten nicht verlieren.

      Diese Eindrücke muss ich erst einmal verarbeiten
    • Die Vollautomatischen!!!!!

      Hallo Bubi-frau,
      Ich have auch das Vergnügen regelmäßig an einer vollautomatischen k800 von MBO zu arbeiten. Dein Problem mit dem Mass ist mir bekannt. Die Taschenzungen (Mein Handy will immer Taschenuhren schreiben) sind nicht auf Nullstellen. Dazu kommt das du die Lichteweite der Taschen wie an jeder Maschine verstellt werden kann. Zu guter Letzt fehlt nur noch der Taschenwinkel. Wenn der nicht passt bist du immer mit gezogener Taschenwinkel dabei.

      Das alles hoffe hilft dir wenn du nicht nur probearbeiten darfst