Hanna sagt HALLO

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    • Hanna sagt HALLO

      Ein kurzes HALLOOO in die Runde ...

      ich bin die Hanna, Grafikerin mit Schwerpunkt Konzeption und Print, und verbringe auch gerne meine Freizeit mit Papier: Buchbinden, mit meiner Minitiegelpresse kleine Auflagen drucken, 3-dimensionale Papierobjekte gestalten, kleine Magazine gestalten und heften, oder mich in schön gestaltete Bücher, alte Drucksachen oder historische Werbeanzeigen verlieben.

      Hier freue ich mich darauf, Profis über die Schulter schauen zu können um zu lernen - und vielleicht auch künftige Partner für das ein oder andere Printprojekt zu finden.

      Viele Grüße aus dem Karlsruher Süden,
      Hanna

      PS. Für das Kleben von dreidimensionalen Papierobjekten suche ich seit Jahren nach einem guten Kleber - aktuell klebe ich mit Uhu Kraft flex+clean. Das Papier wellt sich nicht beim Kleben, der Kleber lässt sich vom Papier fast rückstandfrei wegrubbeln und geht auch von den Fingern leicht weg. Aber er riecht einfach nicht gut! Falls mir da jemand eine Alternative empfehlen kann: nur zu : -)
    • Hallo Hanna!
      Jetzt kommt noch ein Nachzügler für die Begrüßung. Auch von mir ein „Herzlich kommen“ hier im Club!

      Gleich als ich Deinen Text gelesen habe, habe ich wieder die Bücher von Jan Tschichold vor Augen gehabt. Es gibt von ihm nicht nur die typischen und wirklich guten Lehrbücher. Jan Tschichold besaß auch viel Sarkasmus und hat oft mit beißender Kritik um sich geworfen.

      Zu den Klebstoffen kann ich nur das übliche schreiben.
      Wenn das Papier wellig wird, liegt das ja an dem Feuchtigkeitsanteil im Klebstoff der die Fasern im Papier quellen lässt. Buchbinder arbeiten mit diesem Verhalten. Sie benutzen das Quellen und Schrumpfen um zum Beispiel Buchdeckel zu spannen. Bei den Buchbindern ist deshalb auch die Wahl der Laufrichtung wichtig. Die Feuchtigkeitsaufnahme verändert ja das Papier in seinen beiden Richtungen sehr unterschiedlich. Bei Deinen Objekten wird die Laufrichtungswahl eher von der notwendigen Steifigkeit abhängen.
      Will man kein Quellen des Papiers, muss man einen möglichst geringen Wasseranteil wählen. Und da gibt es wahrscheinlich tausende Klebstoffe. Als ich vor gefühlten hundert Jahren Buchbinderlehrling war, habe ich alles genommen was ich in die Finger bekommen konnte und was nur irgendwie klebrig war. Ich erinnere mich gut, dass ich ein Buch mit Auspuffdichtmasse geklebt habe. Und das Ergebnis war richtig gut.
      Ich würde nach sogenannten lösungsmittelhaltigen Klebstoffen suchen. Diese Klebstoffe kann man sehr gut dosieren. UHU gehört auch zu dieser Gruppe.
      Bei Klebstoffen gibt es die beiden Werte, Kohäsion (innere Haltbarkeit) und Adhäsion (Haftfähigkeit). Bei den Post-it-Zetteln von 3M ist die innere Haltbarkeit des Klebstoffs sehr hoch. Die Haftfähigkeit ist aber begrenzt. Deshalb kann man diese Zettel immer wieder abziehen. Man sieht diesen Effekt auch bei in Zeitschriften eingeklebten Postkarten. Bei dieser Anwendung wird der Klebestoff allerdings eher als dicker Brei aufgetragen.
      Nimmt man einen Sekundenkleber überwiegt die Haftfähigkeit. Deshalb werden solche Klebstoffe in der Regel sehr dünn aufgetragen.
      Hinzu kommt die Beschaffenheit des zuklebenden Materiales und der zuklebenden Oberfläche. Nehme ich ein „Naturpapier“ kann der Klebstoff gut in die Fasern eindringen und umschlingen. Nehme ich ein Kunstdruckpapier kann sich der Klebstoff nur mit der Kreideschicht verbinden. Platzt die Kreide vom eigentlichen Papier ab, war der Klebstoff zwar gut, gehalten hat die Sache aber doch nicht.

      Wirkliche Tipps dürften aber sehr schwierig sein. Das ist ein riesiges Thema. Ich denke selbst das Ausstellerpersonal auf Messen wie etwa DRUPA oder Paperworld werden nur Ihre Produkte kennen. Die wirklichen Profis sitzen zuhause versteckt im Labor.

      Ja, und auf die Bilder bin ich natürlich auch sehr gespannt. Man kann aus Papier viel machen.

      Buntpapier