Stapelschneider ohne Verwendung

    Du bist neu hier? Registriere Dich doch noch heute und diskutiere mit Fachleuten aus Deiner Branche. Buchbinder.club ist und bleibt KOSTENLOS.

    • Stapelschneider ohne Verwendung

      Hallo,

      ich habe mich hier angemeldet um Euch einen Stapelschneider vorzustellen. Mein Opa hat den vor bestimmt 40 Jahren einer Druckerei abgekauft um eine Kleinserie von so Folien Stapelweise zuzuschneiden. Heute steht der Stapelschneider nur noch rum, und würde sich sicher freuen einen Liebhaber zu finden, der ihn für seine Arbeit gebrauchen kann.
      Hier habe ich mal ein Video für Euch gemacht, um zu zeigen wie das Teil funktioniert:

      Stapelschneider in Aktion

      Die Maschine müsste für den Einsatz beim Buchbinder noch sauber gemacht werden, zum Beispiel müsste der Flugrost von der Auflagefläche geschruppt werden, damit das aufgelegte Material nicht schmutzig wird.
      Außerdem müsste man die Holzleiste auf die das Messer aufsetzt mal auswechseln oder umdrehen, da da schon eine tiefe Kerbe ist wo die Klinge aufsetzt, sodass das Papier dort nicht mehr so gut aufliegt. Oder man setzt dort einen federnden Eisatz ein, der ist dabei.

      Vielleicht hat ja jemand von Euch Interesse oder kennt ein Museum oder einen Restaurator der Interesse hat.
      Um das Gerät zum Schrotthändler zu geben finden wir es viel zu schade, es funktioniert immernoch genau so wie es soll, und ist von unkaputtbarer Massivität, finde ich beeindruckend.

      Wenn Interesse besteht kann ich auch noch mal mehr Bilder nachschicken, zB vom Tisch hinten, oder Nahaufnahmen falls gewünscht.

      Na dann, lasst mal hören was Ihr davon haltet.
      Ideen/Anregungen wo (außer dem Schrottplatz) das Schätzchen ein neues Zuhause finden könnte sind herzlich willkommen.
      Bilder
      • WhatsApp Image 2017-12-16 at 12.07.26.jpeg

        99,06 kB, 1.032×581, 40 mal angesehen
      • WhatsApp Image 2017-12-16 at 12.39.12.jpeg

        84,59 kB, 1.032×581, 9 mal angesehen
    • Hallo Janoslon

      Ich kenne dieses Model von Krause. Genau die gleiche Maschine steht bei Polar im Museum. Ich habe so eine Maschine ohne Getriebe und mit einem Handhebel.
      Der Film zeigt, dass Du die Maschine nicht erklärt bekommt hast. Normalerweise wird das Messer nicht durch rückwärts drehen des Getriebes wieder hochgedreht. Das großes Schwungrad wird durch den Bediener immer nur rechts herum gedreht. Ist dann das Messer wieder oben, löst die mechanische Kupplung selbsttätig aus und das Getriebe wird vom Messerantrieb getrennt. Aber vielleicht ist das Messer zu tief eingestellt und man kann deshalb nicht weiterdrehen. Als Schneidleiste wurde früher Birkenholz benutzt. Buch oder Lerche geht auch. Es gibt teilweise auch noch 20 x 20 mm Schneidleisten für alte Wohlenberg-Maschinen zu kaufen. Ja und das Messer muss sicherlich bei einem Messerschleifer geschliffen werden. Im Film kann man den Messerschlüssel oben am Handrad für den Pressdruck hängen sehen. Mein Schlüssel ist weg. Das Saubermachen ist Arbeit aber nichts kompliziertes. Egal – diese Maschine ist eigentlich unkaputtbar. Schwierig wird es nur wenn irgendwelche Gußteile durch falsche Bedienung gebrochen sind.

      Unser Clubmitglied „Schwabe12345„ suchte kürzlich nach genau so etwas. Falls er noch Interesse und den Platz hat, will ich wohl gerne helfen, die Maschine ab und richtig auf zu bauen. Dann hätte er für den Rest seines Lebens eine ordentliche Maschine.

      Buntpapier
    • Hallo,
      schön dass sich noch jemand damit auskennt!
      Achso, nein dann habe ich sie von Anfang an rückwärts betrieben, ich hatte durchgängig links herum gedreht, hoch ging die Klinge dann wie Du sagst von alleine, sie taucht geschätzt etwas weniger als einen Millimeter in die Holzleiste ein und macht dann wieder ihren Weg nach oben.
      Die Funktion der Kupplung werde ich dann mal bei richtiger Drehrichtung testen, müssen, danke für den Tipp!
      Wie es um die Schärfe der Klinge steht kann ich nicht beurteilen, aber auf jeden Fall ist neben dieser eingebauten Klinge noch eine zweite vorhanden, die hat mittig einen Ausbruch und muss geschliffen werden, aber immerhin, sobald das geschehen ist hat man eine auf Lager.
      Gussteile an der Maschine selbst sind keine gebrochen.
      Da würde ich mich ja freuen, wenn die Maschine wieder in fachkundige Hände käme.
      Das Saubermachen würde ich mir wohl auch zutrauen, so kann man sie ja kaum jemandem zeigen.

      Dann freue ich mich schon auf Rückmedung und hoffe dass sich Schwabe12345 oder jemand anders meldet.

      Janoslon
    • Hallo noch mal, ich hatte bis jetzt keine Nachricht gefunden, da werde ich gleich noch mal gucken ob sie im Spam Ordner gelandet ist. Zum Transport: genau, zerlegt kam sie auch überhaupt erst In ihre jetzige Bleibe, im Ganzen passte sie auch nicht durch die Tür. Darauf müsste man sich also einstellen. Ich gehe jetzt erst mal auf die Suche nach der verschollenen mail, bis dann!
      Edit: Habe die email nicht gefunden, kannst Du mir noch mal über die Nachrichtenfunktion im Forum schreiben?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von janoslon421 ()

    • Neu

      Buntpapier schrieb:

      Ich hatte Euch Beiden hier im Forum je eine Nachricht mit meiner Idee der Vorgehensweise und meiner Email-Adresse geschrieben
      Komisch, die Nachricht habe ich auch nicht bekommen, das hatten wir doch schon mal. Unter "Konversationen" müsste das doch zu finden sein, oder?


      Buntpapier schrieb:

      Ich habe so eine Maschine ohne Getriebe und mit einem Handhebel.
      Vielleicht könntest Du ja mal deine Einschätzung zum Wert so einer Maschine abgeben. Schwabe12345 möchte nämlich wissen was ich dafür haben will, und das kann ich schwer einschätzen, bin ja nicht vom Fach. Bedingung ist erst mal mehr als den Materialwert, alles andere wäre ja Quatsch.
    • Neu

      Hallo Janoslon!
      Erst einmal Danke, dass Du dich gemeldet hast. Ich hatte neben diesem Forum versucht auf vielen anderen Wegen mit Dir Kontakt auf zu nehmen. Du müsstest auch eine private Email bekommen haben. Egal -jetzt hat es geklappt.

      Ja, das mit dem Preis ist eine schwierige Frage. Erst gib im Grunde drei wesentliche Punkte um den Preis bestimmen.
      1. Der, der diese Maschine kauft muss sie transportieren. Man braucht einen Transporter und tanken; ich denke das wird mindestens 250 Euro kosten. Dann muss die Maschine hergerichtet werden. Sauber machen, Messer schleifen, eine Schneidleiste organisieren. Das wird auch 100 Euro kosten. Dazu kommt dann der Kaufpreis. Es geht also um die Frage, wieviel jemand bereit ist zu bezahlen. Die Leute, die so eine Maschine brauchen schneiden einmal, vielleicht dreimal im Monat ein Buch. Da kann man auch zu einem Buchbinder gehen und ihn bitten gegen etwas Trinkgeld das Buch zu schneiden.
      2. Der zweite Punkt ist natürlich das Preise vergleichen. Also sucht man im Internet. Da gibt es Maschinenhändler, die entweder übertrieben teuer sind, oder solche Geschäfte gar nicht erst machen. Denn als Schneidemaschine darf ein Händler so etwas gar nicht verkaufen.
      Die realistische Variante ist Ebay. Wenn man bei Ebay so eine Maschine kauft, wird man je nach Zustand etwa 100 bis 300 Euro bezahlen müssen. Da ich hin und wieder aus Spaß bei Ebay suche, weiß ich, dass Papierschneidemaschinen oder Pappscheren und Pressen (also das was ein Hobby-Buchbinder braucht) sehr lange angeboten werden. Da bewegt sich nicht viel. Solche Sachen sind schwer verkäuflich.
      Bei Ebay ist im Moment eine vergleichbare Maschine des Herstellers Fomm (war auch eine gute Maschine) für 200 Euro zu haben. Allerdings hat diese Maschine schon ein Seitenlineal, was das Schneiden von Büchern wesentlich vereinfacht. Eine Herold wird für 125 Euro angeboten.
      3. Wieviel wäre der Schrottpreis? Wahrscheinlich bekommt man mehr wenn man die Maschine bei einem größeren Händler abliefert. Vielleicht ist das sogar die bessere Variante für Dich.
      Alles in allem ist es nicht einfach den Preis zu bestimmen. Aber vielleicht bekommst Du so zumindest eine Idee.
      Buntpapier